Sehr geehrter Kunde,Aufgrund der Qualität der verarbeiteten Materialien und unserer sorgfältigen Herstellung, stellen wir sicher, dass Sie lange Zeit mit Ihrer Wahl zufrieden sein werden. Sollten Sie doch einmal Einwände zur Qualität haben, soll dieser Ratgeber Ihnen helfen, diese schnell zu Ihrer Zufriedenheit zu erledigen.Hier werden bestimmte Eigenschaften von Polstermöbeln beschrieben, die vielleicht auf den ersten Blick Grund für einen Qualitätseinwand zu sein scheinen, aber bei näherer Betrachtung keinen Grund dafür darstellen, da sie durch die Konstruktion bzw. in der Art der verwendeten Materialien bedingt sind. Man nennt dies warentypische, modell- oder gebrauchsbedingte Eigenschaften.Außerdem geben wir Ihnen einige Informationen über die verschiedenen Bezugsarten und deren Eigenschaften sowie der Pflege des von Ihnen gewählten Bezuges.Lesen Sie doch bitte einmal in einer ruhigen Minute diesen Ratgeber durch, damit Sie ein wenig von Ihrer Polstergarnitur lernen und viel Freude bei der Benutzung haben.Bei folgenden Hinweisen haben wir uns an den Prüfkriterien der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e.V. (DGM) und der Broschüre „Stiftung Warentest“ orientiert!
Wissenswertes über Polstermöbel
Bei der qualitativen Beurteilung von Polstermöbeln unterscheidet man, unabhängig von den verarbeiteten Materialien, zwischen drei Eigenschaften:
Modellbedingte EigenschaftHierunter versteht man das gesamte Erscheinungsbild einer Polstergarnitur. Dies kann sich z. B. auf die legere Verarbeitung oder auf konstruktionsbedingte Sitzhärteunterschiede beziehen.Warentypische EigenschaftAls warentypisch bezeichnet man spezielle Eigenschaften von einzelnen Materialien, die an einer Polstergruppe verarbeitet wurden, z. B. Naturmerkmale bei Lederhäuten oder das Ausbleichen von Farbstoffen bei direkter Sonneneinstrahlung.GebrauchseigenschaftenDies sind die im Gebrauch eines Polstermöbels entstehenden Veränderungen, die jedoch keine Rückschlüsse auf die gewählte Qualität und Verarbeitung zulassen.
In der modernen, industriellen Polstermöbelherstellung unterscheidet man zwei Polsterarten:
Die legere bzw. besonders legere PolsterungSie ist an ihrer Weichheit und Anschmiegsamkeit zu erkennen. Bei dieser Polsterart ist der Bezugsstoff nicht durchgehend eng mit der Polsterung verbunden. Dadurch ergibt sich in der Optik eine wellige Oberfläche. Faltenbildung auf Sitz, Rücken und Armlehnen stellt keinen Qualitätsmangel dar, man spricht hierbei von einer gewollten, modellbedingten Faltenbildung. Wenn an Bezügen Kräuselungen oder Falten am Rücken, auf Sitzflächen, an Sitzvorderböden, an Armlehnen, am Fußteil oder am Spannteil verarbeitet sind, ist davon auszugehen, dass sich ein Sitzbezug durch den Gebrauch dehnen wird und der Bezug so eine gebrauchstypische Optik erhält. Durch diese Veränderung wird die Strapazierfähigkeit nicht beeinträchtigt. Ein gleichmäßiges Ausstreichen der Wellen, nach links und rechts, auf der Sitzfläche verhindert bei einseitigem Gebrauch (z.B. Lieblingsplatz) das Entstehen von Quetschfalten.
Die straffe PolsterungBei dieser Art der Polsterung wird der Bezug fest über das Polster gespannt und verbunden. Dadurch wird vermieden, dass bei Benutzung eine übermäßige Faltenbildung entsteht. In den meisten Fällen spannt sich die während des Sitzens entstandene Faltenbildung wieder aus. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass mit zunehmender Gebrauchsdauer eine, wenn auch nur leichte, Faltenbildung entstehen kann. Dies ist auf die natürliche Dehnfähigkeit des Bezugsmaterials zurückzuführen.Ein typisches Erkennungsmerkmal dieser Art der Polsterung ist die geradlinige Optik.Der Sitzkomfort unterscheidet sich von anderen Polsterarten, indem man nicht sehr tief ins Polster einsinkt, sondern fest auf diesem sitzt.Achtung !Ein Nachlassen der Sitzhärte, je nach Gebrauchsdauer und Körpergewicht, ist grundsätzlich nicht zu vermeiden.
Polsterabdeckung mit Matten / KammerkissenHier handelt es sich um eine hochwertige Polsterabdeckung, welche sich punktuell dem Körper anpasst. Dies wird erreicht durch eine Mischung von losen Schaumstoffstäbchen und Fasern, die sich individuell im Einzelnen bewegen und anpassen können. Um ein Verschieben der Füllung zu vermeiden, werden die Matten / Kissen in Kammern abgesteppt.Je nach Bezugsart können sich die Kammern deutlich an der Oberfläche abzeichnen.Eine optisch leichte Muldenbildung durch die Nutzung ist ein Beweis für die individuelle Anpassung des Polsters an den Körper. Dies ist ein warentypisches Verhalten. Durch Aufklopfen und Glattstreichen der Kissen kann die ursprüngliche Form wieder erreicht werden.(Kopfkisseneffekt)
Lose, aufgesetzte Rücken- und Sitzkissen RückenkissenBei losen und aufgesetzten Rückenkissen, die mit Federn, Schaumstoffstäbchen oder Watte gefüllt sind, ist ein Aufklopfen nach jedem Gebrauch wichtig. Damit sind diese wieder in die ursprüngliche Form zurückzubringen.SitzkissenLose Kissen können sich während des Gebrauches verschieben und müssen dann wieder in die ursprüngliche Position gebracht werden. Der Vorteil dieser Polstertechnik besteht darin, dass die Kissen zum Teil untereinander ausgetauscht werden können und somit eine gleichmäßige Abnutzung ermöglicht wird. !!! Garantiert - Federn und Daunen nicht lebend gerupft !!!
Die Armlehnen an einem Polstermöbel haben zwei entscheidende Funktionen:- Sie dienen als Auflage für die Arme- Sie sind entscheidend für die Optik / das Designdes Möbels. Die Armlehne ist nicht dafür ausgerichtet, das Gewicht einer Person zu tragen.Deshalb bitte nie auf die Armlehne setzen!Bei Nichtbeachtung können unterschiedliche Beschädigungen verursacht werden. Sie können sich verziehen oder die Füllung kann sich verdrehen, bei extremer Belastung können auch Nähte reißen.
Turnübungen über der Rückenlehne müssen vermieden werden, da Unfallgefahr durch Umkippen des Polsterelementes besteht. Im Übrigen ist die obere Rückenpolsterung für senkrechten Druck in diesem Ausmaß nicht ausgelegt.
Sachgerechte Benutzung
Deformierung im vorderen Sitzbereich
Verformung der Rückenpolsterung
Verformung der Armlehnen
Konstruktionsbedingte Sitzhärteunterschiedeentstehen durch unterschiedliche Polsteraufbauten. Der Sitzkomfort von einzelnen Elementen einer Polstergruppe kann verschieden sein, je nach dem, welche Konstruktion für die Unterfederung, für die Polsterung und für die einzelnen Polsterteile gewählt wurde.UnterfederungDie Unterfederung ist der unterste Teil eines Sitzaufbaus. Je nach Ausführung und Abstimmung mit der Polsterung ergibt sich daraus die Sitzfestigkeit.PolsterungDie Polsterung bildet den oberen Teil des Sitzaufbaus und ist je nach Ausführung entscheidend für die Festigkeit bzw. Anschmiegsamkeit des Sitzes.Besteht das Polstermöbel aus unterschiedlichen geometrischen Formen, wird aus Konstruktionsgründen nicht bei jedem Sitzelement die gleiche Unterfederung eingebaut.
Als Unterfederung werden am häufigsten verwendet:A - StahlwellenfederungB - Gummigurte C - Federholzleisten
Besteht Ihr Sofa aus unterschiedlichen geometrischen Formen(z.B. mit einer Rundecke) wurden aus Konstruktionsgründen unterschiedliche Unterfederungen( Wellenfedern, Gummigurte, Federholzleisten) eingebaut. Dadurch können Unterschiede in der Sitzfestigkeit entstehen. Dieser konstruktionsbedingte Sitzhärteunterschied lässt sich produktionstechnisch nicht vermeiden und stellt keinen Beanstandungsgrund dar.Gebrauchsbedingte SitzunterschiedeIhr Polstermöbel macht im Laufe der Zeit einen Prozess durch, der als Einfedern bezeichnet wird. Die Polsterung verändert sich während des Gebrauchs in Abhängigkeit von Nutzungsdauer und Körpergewicht. Dieser Vorgang ist am deutlichsten zu beobachten, wenn Sie das Polstermöbel in den ersten Monaten nur einseitig nutzen. Es handelt sich um einen normalen Prozess, den jede Polsterung durchläuft. Diese Veränderungen der Sitzhärte sind normal und stellen keinen Qualitätseinwand dar. Wir empfehlen, wie auch die Stiftung Warentest, die Sitzplätze zu wechseln und nicht ständig an Lieblinsplätzen zu sitzen. Denn nur so bleibt eine gleichmäßige Optik Ihres Sofas gewährt.
PolsterlederUnsere Leder werden ausschließlich aus Rinderfellen hergestellt. Dabei kommt allein das hochwertige, robuste Oberleder zum Einsatz. Diese Leder gehören zu den exklusivsten, wertigsten Bezugsmaterialien, die eingesetzt werden. In der Summe positiver Eigenschaften wird echtes Leder von keinem alternativ einsetzbaren Material erreicht. Die Gebrauchseigenschaften der Leder hängen stark davon ab, wie Naturbelassen die Leder bearbeitet wurden. Stark pigmentierte Leder erscheinen zuerst pflegeleichter, allerdings zeigen sie bei weitem nicht gleichen Komfort, Haptik und Atmungsaktivität, wie die Naturbelassenen Leder. Außerdem altern die Naturleder edel, sie bekommen eine so genannte „Patina“. Alle natürlichen Eigenschaften des Leders, wie Naturmerkmale (Heckenrisse, Zeckenbisse, geschlossene Narben, Nacken- und Mastfalten, etc.) unterschiedliche Hautstrukturen, Farbabweichungen, usw., auch innerhalb der einzelnen Häute, sind ein Zeichen der Originalität und bleiben deshalb voll erhalten. Diese Lebenszeichnungen beeinträchtigen die Haltbarkeit der Ledermöbel nicht. Durch den Gebrauch entstehen natürlicherweise Falten und Strukturveränderungen.
Echt LederAls Naturprodukt hat Leder einige Eigenschaften, die man einfach akzeptieren muss- oder man verzichtet darauf.Leder hat einen eigenen Geruch, je nach Gerbart, Färbung und Oberflächenbehandlung. Lederliebhaber mögen diesen Geruch, der im Laufe einiger Wochen abnimmt. So ist es normal und auch ungefährlich. Mit ausgiebigem Lüften kann diesem Vorgang noch nachgeholfen werden. Gesundheitlich bedenkliche Stoffe sind in einem Qualitätsmöbel nicht enthalten. Wellen und Falten entstehen im Lauf der Benutzung ganz natürlich bei Leder. Durch die Körperwärme und –feuchtigkeit dehnt sich das Leder ein wenig aus, und je nach Stärke, Weichheit und Art des Leders entstehen kleinere und größere Wellen. Bei legeren Polstermöbeln ist diese Entwicklung noch ausgeprägter als bei straff gespannten Bezügen. Das ausgedehnte Leder wird durch Glattstreichen nicht wieder wie neu. Leder also grundsätzlich nicht punktuell belasten, zum Beispiel mit den Füssen darauf stellen. Diese Dehnung bleibt meist sichtbar!Zusätzliche Nähte sind bei Leder häufiger nötig als bei Stoff, da Lederhäute unterschiedlich groß sind und nicht wie Stoffballen in nahezu jeder Länge hergestellt werden können. Das bedeutet: Ein Sofa mit Lederbezug hat in der Regel mehr Nähte als das gleiche Modell mit textilem Bezug. Farbwanderung: Bei Kombination von hellen und dunklen Ledern kann es zu Farbwanderungen, zum Abfärben (auch Migration genannt) kommen. Deshalb sollte man als Kombination zu Leder lieber Stoff wählen.Hinsichtlich der Bearbeitung und Pflege gibt es zwei Sorten Leder: ► Rauleder: Nubukierte und NubuklederDiese Leder werden auf der Narbenseite mehr oder weniger stark angeschliffen und bleiben so fein samtartig, also auch offenporig, warm und extrem atmungsaktiv. Diese Leder werden meist fleckschutz-ausgerüstet und so im Gebrauchswert verbessert. Bitte stets vor direkter Sonneneinstrahlung und Wärmequelle schützen! Durch den Gebrauch entstehen natürlicherweise Falten und Strukturveränderungen.Regelmäßig mit der weichen Möbelbürste absaugen. Flüssigkeiten mit einem stark saugfähigen Tuch abnehmen, nicht reiben. Zur Pflege und Reinigung bitte nur Mittel verwenden, die für Nubuk- bzw. Velourleder geeignet sind (z.B. Nubuk-Pflegekits). Bitte stets an einer nicht sichtbaren Stelle auf Verträglichkeit testen. Eine gelegentliche Pflege ist empfehlenswert um das Leder vor Austrocknung zu schützen.► Narbenleder: Anilinglattleder, Semianilinleder, Pigmentierte Narbenleder Alle Lederarten, mit einer geschlossenen Oberfläche auf der Narbenseite. Dabei werden die Leder gegerbt, im Fass durchgefärbt und dann mit verschiedenen Zurichtungen bearbeitet. Dabei reicht die Art der Zurichtung von der reinen Öl-, und Wachszurichtung bis hin zur Oberflächenpigmentierung und Narbenprägung. Manche Leder werden gebügelt, mehr oder weniger durchgewalkt oder unter Vakuum getrocknet. Jede Bearbeitung gibt dem Leder einen besonderen Charakter.Bitte regelmäßig abstauben mit einem leicht angefeuchteten Tuch. Diese Leder sollten regelmäßig mit Pflegemittel für Glattleder, bzw. Narbenleder behandelt werden. Die Rückfettung mit Pflegeprodukten ist wichtig für das Leder, aber auch für die Oberflächen-Pigmentierung. Trocknet die Pigmentschicht aus, können sich Risse auf der Lederoberfläche zeigen. Dabei ist es stets wichtig, das Mittel an einer nicht sichtbaren Stelle zu testen. Leichtes Nachdunkeln durch die Feuchtigkeitszugabe ist bei der Pflege der Leder möglich. Bitte stets vor direkter Sonneneinstrahlung und Wärmequelle schützen
Möbelpflege mit SystemMit LCK Reinigungs- und Pflegeprodukten für Möbel sind Sie von Anfang an gut beraten. Hier gibt es die richtigen Produkte zur vorbeugenden Möbelpflege sowie Problemlöser zur Entfernung spezieller Verschmutzungen auf Leder (z.B. Fettflecke, Kugelschreiberstriche) und Stoff. Die LCK-Produkte sind dermatologisch getestet sowie LGA-geprüft und werden von führenden Ledermöbel-Herstellern empfohlen.www.lederpflege.de
Wissenswertes über BezugsstoffeDer Preis sagt nur wenig über die Langlebigkeit und Robustheit eines Stoffes aus. Er kann Ausdruck anderer Qualitätskriterien sein, wie z. B. Exklusivität der verwendeten (natürlichen) Materialien, Raffinesse, Druck- und Webverfahren, hoher ästhetischer Wert, extreme Feinheit oder Glanz (z. B. Seide: sehr teuer, jedoch ungeeignet für sehr strapazierte Möbel).
VeloursDies ist eine Sammelbezeichnung für alle Stoffe, bei denen Garne (ob Naturfasern, die von Pflanzen stammen oder Chemiefasern, welche synthetisch erzeugt oder aus Zellulose gewonnen werden), so genannter Flor, in das Grundgewebe eingewebt werden. Durch diese Fertigungsart wird, bei guter Polfestigkeit, eine sehr hohe Strapazierfähigkeit des Stoffes erreicht. Daher ist diese Bezugsart für Möbel, die starkem Gebrauch ausgesetzt sind gut geeignet. Durch den Einfluss von Druck und Körperwärme, Körper- und Luftfeuchtigkeit kann es zu leichten Veränderungen, so genannten Gebrauchslüstern / Sitzspiegeln, kommen. Hierbei wird der stehende Flor, wie beim Bügeln, flach gedrückt und täuscht, je nach Lichteinwirkung, besonders bei Veloursmöbelbezugsstoffen oder Flachgeweben aus Chenille „Fleckstellen“ vor.Gebrauchslüstern sind eine warentypische Eigenschaft und stellen keine Qualitätsminderung dar, sie lassen sich erfahrungsgemäß auch durch Pflegemaßnahmen nicht immer beseitigen. Durch Auflegen eines feuchten Tuchs über Nacht kann sich je nach Faserart der Velours wieder aufrichten. Das Ergebnis kann verbessert werden, wenn nach Trocknung mit einem sauberen Tuch leicht darüber gestrichen wird.Erst nach vollkommenem Durchtrocknen wieder benutzen!
ChangierenEin weiteres typisches Merkmal für einen Veloursstoff ist ein Changieren, d. h. je nach Lichteinfall kann sich der Stoff heller oder dunkler darstellen. Durch diese "Farbspiele" entsteht der Eindruck, dass der Bezug Farbunterschiede aufweist.Der Grund für dieses Changieren liegt darin, dass der Veloursstoff generell in einer Strichrichtung auf den Polstermöbeln verarbeitet wird und das Licht dadurch, je nach Standort der einzelnen Polsterteile, z. B. bei einer Eckgruppe, unterschiedlich reflektiert wird.Hierbei handelt es sich um keinen Fehler, sondern um eine warentypische Eigenschaft. Wenn Sie prüfen möchten, ob tatsächlich Farbunterschiede vorliegen, drehen Sie das Polster vor dem Fenster in unterschiedliche Richtungen. Stellen Sie je nach Lichteinfall unterschiedliche Schattierungen fest, können Sie sichergehen, dass sich die Ware in einem einwandfreien Zustand befindet.
FlachgewebeBeim Flachgewebe überkreuzen sich zwei Fadengruppen rechtwinklig. Schon durch das normale Sitzen können sich auf der Oberfläche Knötchen ("Pills") bilden. In der Fachsprache bezeichnet man das als Pillingbildung.Dies entsteht: - durch das Zusammenzwirbeln loser Faserteilchen der Webfäden oder- durch Fremdfasern (z. B. von Kleidung oder Decken).Dieses wird dann als Fremdpilling bezeichnet. Die Pills lassen sich mit einem Fusselrasierer mühelos entfernen, ohne dass Stofffasern verletzt werden. Die Strapazierfähigkeit des Stoffes wird dadurch nicht beeinträchtigt.
Chenille- FlachgewebeEine Besonderheit unter den Flachgeweben ist das Chenille-Flachgewebe, bei dem, im Gegensatz zu den anderen Flachgeweben, Chenille-Garn in den Stoff eingewebt ist. Dadurch erhält dieser Bezug eine griffige und weiche Optik.Je weicher und angenehmer er ist, umso weniger fest sind die Fasern miteinander verdreht. Deshalb ist er weniger strapazierfähig. Wie beim Velours sind Schattierungen oder Sitzspiegel als normale Gebrauchseigenschaft zu betrachten. Ein leichter Verlust von Florfäden auf den Gebrauchsflächen ist ebenfalls warentypisch.
MicrofaserDieses Bezugsmaterial besteht aus einem Verbund mikroskopisch feiner Fasern, in wirrer Faserordnung aufgebaut, von denen 10.000 Meter zwischen 0,8 und 1,2 Gramm wiegen. Aus dieser synthetischen Faser können gewebte oder gewirkte (gestrickte) Stoffe sowie Wirbelvliese gefertigt werden. Eine hohe Strapazierfähigkeit des Materials wird durch diese Herstellungstechnik erreicht.Auch bei den gewebten oder gewirkten Microfaserstoffen kann sich bei Gebrauch eine Pillingbildung einstellen. Die Pills bestehen jedoch hauptsächlich aus Fremdfasern (Kleidung) und können mit einem Fusselrasierer entfernt werden. Weiterhin ist im Gebrauch mit einer Patinabildung, Rückstände von Körperfett in Form glänzender Stellen, teilweise dunklerer Färbung, zu rechnen. Diese beeinträchtigt jedoch nicht die Strapazierfähigkeit des Stoffes sondern ist eine warentypische Eigenschaft.
TextillederBei diesem Material handelt es sich um einen textilen Träger (Baumwolle, Mischgewebe), der mit Polyurethan beschichtet ist. Das Material hat einen angenehmen, weichen Griff. Bei manchen Textillederarten werden absichtlich Strukturunterschiede geschaffen, um die Naturmerkmale echten Leders nachzuempfinden.
Flockware / FlockveloursDieses Bezugsmaterial zählt nicht zu den Webstoffen. Hierbei wird in einem elektrostatischen Verfahren eine Polyamidfaser auf ein starkes Trägermaterial aufgebracht und befestigt. Flockware zeichnet sich durch hohe Farbenvielfalt aus. Auch bei diesem Bezugsmaterial können Sitzspiegel entstehen. Dies ist, wie das Changieren des Stoffes, eine warentypische Eigenschaft und beeinträchtigt die Strapazierfähigkeit des Bezuges nicht.Flockverklebungensind daran zu erkennen, dass sich die Fasern zu kleinen Punkten verkleben. Diese Stellen können problemlos mit einem feuchten Leder oder Tuch gereinigt werden. Ursachen für Verklebungen können u. a. der Kontakt des Stoffes mit zuckerhaltigen Lebensmitteln (z. B. Säfte, Limonade, etc.), Speichel von Kleinkindern oder ähnlichem sein.
Zur Möbelstoffherstellung werden ausschließlich Materialien verwendet, die schadstoffarm und daher nicht gesundheitsschädlich sind. Dennoch können allergische Reaktionen bei keinem Material ausgeschlossen werden.Die am häufigsten verwendeten Grundmaterialien sind: Mohair, Wolle, Polyacryl, Polyester, Polyamid, Seide, Leinen und Baumwolle. Jedes Material hat seine Vorzüge, deshalb werden beim Weben oft Fasern gemischt (Fachausdruck: Mischgewebe), um durch diese Kombination ein möglichst hochwertiges Bezugsmaterial zu erhalten. Die Aufbereitung von Naturfasern ist sehr aufwendig und langwierig, die Faser edel in der Optik sowie hautfreundlich und angenehm „trocken“ im Griff. Die synthetische Faser ist einfacher in der Herstellung. Diese Fasern sind bei Allergikern im Allgemeinen besser verträglich.
Jeder Bezugsstoff wird bei direkter Sonneneinstrahlung, selbst unter dem Einfluss von Halogenstrahlern, mehr oder weniger stark ausbleichen. Allerdings weisen Synthetikfasern eine höhere Lichtechtheit auf als Naturfasern. Bedenken Sie bitte, dass in einem Zeitalter, in dem der Umweltschutz eine immer größere Rolle spielt auch die verarbeiteten Materialien in immer größerem Umfang aus natürlichen Fasern gewonnen werden und somit die Problematik der Lichtechtheit immer größer wird.Tipp: Vermeiden Sie Ihre Polstermöbel direkter Sonneneinstrahlung und nahem Halogenlicht auszusetzen. Es kann das Ausbleichen beschleunigen
Zuviel Wärme und zu trockene Luft schaden Leder, Stoff und auch dem Schaumstoff. Ihr Polstermöbel darf nicht direkt an Heizkörpern, Öfen, offenen Kaminen, Kachelöfen oder ähnlichem stehen! Auf ausreichenden Abstand und Bodenfreiheit (für Zugluft) ist zu achten, damit kein Hitzestau entsteht. Chemische und thermische Einwirkungen durch Dampfreiniger, Heiz- und Wärmekissen sind auf Dauer schädlich.
Statisches Aufladen von Bezügen ist eine Folgeerscheinung modern beheizter Wohnräume. Durch die Zentralheizungen in Verbindung mit „dichten" Fenstern wird die relative Luftfeuchtigkeit im Raum auf 30% bis 40% vermindert; dadurch ist eine natürliche elektrostatische Entladung nicht möglich.(Empfohlenes Raumklima ca. 45 – 55 % relative Luftfeuchtigkeit bei 18° bis 21°Celsius Raumtemperatur.)In lang anhaltenden Heizperioden trocknen die Bezüge stark aus und laden sich statisch auf. In solchen Fällen muss für die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit gesorgt werden, z. B. durch Topfpflanzen, Auflegen von feuchten Tüchern auf den Heizkörper, Raumluftbefeuchter oder durch Besprühen der Garnitur mit Antistatikspray.Beachten Sie bitte, dieses Spray zunächst an einer verdeckten Stelle auszuprobieren, um die Stoffverträglichkeit zu prüfen!
Bei hellen Bezügen kann durch Abrieb z.B. von Jeans eine sichtbare Farbübertragung (abfärben) erfolgen.Dies gilt auch für andere dunkle nicht farbechte Textilien und Kleidungsstücke. Es handelt sich ausschließlich um einen Mangel des Bekleidungsstoffes und ist nicht in der Qualität des Polstermöbelbezuges begründet.
Gürtel, Geldbörsen und Schlüssel in Gesäßtaschen können den Bezugsstoff schädigen, ebenso die aufgesetzten Taschen oder Nähte von Jeans. Armbänder und Bänder von Armbanduhren beanspruchen den Bezug der Armlehnen.Krallen, Schnäbel und Zähne von Haustieren hinterlassen ebenfalls deutlich sichtbare Spuren auf den Bezügen.
Wenn man sich für Polstermöbel, Essbänke oder Stühle mit sichtbaren Holzgestellen entscheidet, sollte man darauf achten, dass das Holz zu den bereits vorhandenen Holzmöbeln passt. Außerdem sollte man auf die Herstellerangaben achten, welches Holz beim Sichtgestell verwendet wird. Bei manchen Holzarten wie zum Beispiel Eiche können innerhalb eines einzigen Längsschnitts so unterschiedliche Strukturen und Farbabweichungen auftreten, dass die Gestellteile rechts und links ganz anders wirken.Wenn man auf eine einheitliche Farbgebung Wert legt, ist es besser, ein gebeiztes oder lackiertes Stück auszuwählen.Holz „lebt“Holz als Naturprodukt „lebt“ und „arbeitet“, es bilden sich feine Haarrisse oder Farbveränderungen. Das ist durchaus üblich und beeinträchtigt die Haltbarkeit und den Wert des Möbelstücks nicht.Charakteristisch und zulässig sind:►Farb- und Strukturunterschiede der Oberflächen (auch Spiegel/Markstrahlen genannt erscheinen als helle Streifen oder Punkte) Spiegel sind naturbedingt und daher warentypisch. Bei bestimmten Hölzern wie z.B. Buche, Eiche, Ahorn sind diese auch nach dem Beizen sichtbar.►Unterschiede in der Maserung ergeben sich aus unterschiedlichen Anschnittwinkeln der Jahresringe (radial/tangential) bzw. aus der Lage im Stamm►Verwachsungen, Unregelmäßigkeiten►Astansätze (Ein Ast ist im Holz eingeschlossener Teil eines Zweiges.)►Haar- und Kreuzrisse sowie Längsrisse in FaserrichtungDie Erscheinungen sind je nach Holzart und Wuchsgebiet unterschiedlich ausgeprägt!Am besten und „gesündesten“ sind für Holzmöbel (und Menschen) konstante Raumtemperaturen zwischen 19 und 23°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 45 bis 55%. Bei zu trockener Luft schwindet Holz, bei feuchter Luft dehnt es sich aus. Holz kann Feuchtigkeit auch speichern und bei trockener Luft wieder abgeben, gleicht also sogar das Raumklima etwas aus. Doch wenn die Wohnung zu feucht ist, wird das Holz über kurz oder lang ruiniert.
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